[Rezension #22] Der Wahnsinn den man Liebe nennt - Clara Römer






Die Geschichte einer Frau, die den schlimmsten Betrug erfährt, und ihr Weg zurück ins Leben.

Ein Spediteur ruft bei Susa Bergmann an und will einen Kühlschrank abliefern. Der Name ihres Mannes steht auf dem Auftrag – allerdings mit einer falschen Adresse. Als sie nachfragt, hat Wolf eine einfache Erklärung, doch bald tauchen weitere Ungereimtheiten auf. Susa fährt zu der Adresse, eine junge Frau öffnet die Tür. In der Küche: der Kühlschrank. Auf der Kommode: Kinderfotos von Josie, dem Mädchen aus der Nachbarschaft, das ihrem Mann so ähnelt und den Namen seiner Großmutter trägt. Alle Puzzleteile passen zusammen, und Susas Welt zerbricht …





Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich eigentlich nur gute Rückmeldungen zu dieser Geschichte gelesen habe. Allerdings war diese für mich ein kompletter Reinfall und es wird wohl die schlechteste Rezension seit Beginn des Blogs.

Zuerst muss ich sagen, dass die Erzählperspektive gar nicht nach meinem Geschmack ist. Ich kann mich besser in die Geschichte einfinden wenn sie aus der Ich-Perspektive geschrieben ist. Leider war dies hier nicht so, was ich mir allerdings gewünscht hätte, damit man in Susa ein bisschen mehr hineinschauen kann. Außerdem fand ich den Schreibstil der Autorin nicht sonderlich ausgefallen, ein bisschen langweilig.

Leider mochte ich auch die Textabschnitte nicht sonderlich, in denen etwas von der Vergangenheit erzählt wurde (die kursiv geschriebenen). Diese habe ich immer nur überflogen, liegt vielleicht aber auch daran, dass es mich irgendwann einfach nicht mehr interessiert hat.

Mich hat das Buch nämlich unglaublich genervt. So ab der Mitte habe ich immer schon die Augen verdreht wenn wieder irgendetwas 'Schlimmes' passiert ist. In diesem Buch gibt es meiner Meinung nach nichts Positives an der Handlung. Jeder Charakter in diesem Buch hat irgendwelche Schicksale mit denen er sich rumschlagen muss. Wieso kann denn nicht wenigstens bei einem Prota alles gut sein? Macht das die Geschichte jetzt dramatischer? Mich hat es einfach nur genervt und hatte nichts Realistisches an sich. Nach und nach kamen immer mehr Sachen hinzu, wo ich einfach nur dachte: Liebe Frau Römer, irgendwann muss auch mal gut sein. Das Buch wird nicht besser wenn Sie die Handlung immer nur 'verschlimmern'.
Es scheint also kein einziger Prota ein normales Leben zu führen.

Zudem konnte ich mich mit Susa, Wolf etc. leider nicht identifizieren, da die Beiden und ihre Freunde schon mittleren Alters sind. Gut, das hätte ich vorher wissen können, allerdings habe ich das nicht und wahrscheinlich hätte ich das Buch auch sonst gar nicht lesen wollen. Ich konnte mich eben nicht zu 100% in Susa hineinversetzen.

Ein weiterer Punkt ist, dass ich an der ein oder anderen Stelle leider Rechtschreibfehler entdeckt habe. Für mich gehören diese nicht in ein Buch (zumindest nicht als Rudeltiere) und es hat meinen Lesefluss leider ein wenig beeinträchtigt.

Kleiner Spoiler!

Und ein Punkt der mich wirklich sehr stark genervt hat war, dass wenn Wolf schon umkippen muss und daraufhin auf einmal Diabetes hat, sollte sich die liebe Autorin doch bitte auch über dieses Thema informieren! Da hätte ich wirklich das Buch gegen die Wand werfen können. Ich habe in meinem engeren Umkreis nämlich für mich sehr wichtige Menschen, die wirklich Diabetes haben.
Und liebe Frau Römer es ist eben nicht so, dass Wolf sich bei Diabetes Typ II sein Leben lang spritzen muss, so wie er es sagt. Diabetes Typ II kann man mit einer gesunden Lebensweise und Tabletten soweit reduzieren, dass es sich so gut wie normal leben lässt.

Und das Ende? Mir viel zu abgedreht! Ist ja schön, dass Susa diesen Menschen noch kennenlernen darf. Aber so? Bitte nicht.





Mich hat viel zu viel an diesem Buch gestört und mich hat es wie gesagt irgendwann einfach nur noch genervt, dass alle in diesem Buch einem Schicksal ausgesetzt sind. Ich habe daraufhin lang überlegt wie viele Sterne ich diesem Buch gebe. 1 oder 2? Aber ich finde, dass man keinem Autor nur einen Stern geben kann für die Mühe ein Buch zu schreiben. Also werden es hier 2 Sterne, die allerdings auch eher zu dem einen Stern, als zu drei tendieren. Schade...

2 / 5 Glues












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