[Rezension #56] AchtNacht - Sebastian Fitzek




Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!





Wie ihr mittlerweile sicherlich alle wisst, liebe ich Fitzek und für mich stand von Anfang an fest, dass ich auch sein neuestes Werk auf jeden Fall lesen werde. Denn bisher konnten mich alle seine Bücher, abgesehen von 'Der Nachtwandler' wirklich überzeugen. AchtNacht fällt allerdings meiner Meinung nach ein bisschen aus der Reihe. Es ist nicht der typische Fitzek, den man aus den anderen Büchern kennt, aber trotzdem wieder ein tolles Buch!

Wie spannend ich diese Idee von 'The Purge' als Buch schon fand als ich das erste Mal den Klappentext gelesen habe. Die Filme fand ich nämlich eigentlich auch nicht schlecht und dann tatsächlich ein Fitzek zu diesem Thema. Klasse!

Der Anfang des Buches hat sich für meinen Geschmack ein wenig zu lang gezogen. Man erfährt viel von dem Protagonisten Benjamin Rühmann und dessen Familie. Nach etwa einem Viertel fing es dann langsam an spannend zu werden. Und das ist schon der erste Unterschied zu seinen sonstigen Büchern. Sonst konnte er mich eigentlich immer von Anfang an packen, verwirren und fesseln.


Allerdings finde ich, dass Fitzek seinen Protagonisten immer außergewöhnliche Charaktere verleiht. Okay, sollte bei einem Psychothriller auch so sein, aber Fitzek meistert das immer sehr gut! Ich mochte Ben und konnte, gerade zum Ende des Buches, sehr mit ihm mitfühlen. Er versucht seine Tochter zu schützen und andere Leute nutzen dies schamlos aus. Auch Arezu war für mich eine starke Protagonistin und ich hab nach und nach immer mehr gegrübelt wer denn wohl hinter Oz stecken könnte. Leider lag ich da mit meinen Vermutungen, die ich schon ziemlich früh hatte, richtig und mich hat die Auflösung hinterher überhaupt nicht mehr überrascht. Trotzdem auch hier sehr gut von Fitzek eingefädelt.

Die quasi 'Schnitzeljagd' mit den Beiden Protagonisten war für mich gut umgesetzt und sehr gut durchdacht. Trotzdem hat diese mich an der einen oder anderen Stelle doch ein bisschen verwirrt. Zum Beispiel gab es mehrere Möglichkeiten die Teilnehmer zu töten, aber letztendlich...

Und, oh man, das Ende hat mich echt unbefriedigt zurück gelassen. Ich mochte es einfach überhaupt nicht. Es stehen noch zu viele Fragen für mich im Raum.



Insgesamt für mich auch wieder ein gelungener Fitzek, der allerdings mal ein wenig anders war. Trotzdem ein lesenswertes Buch mit einem spannenden Thema. Aber weil es für mich die kleine ein oder andere Schwäche hatte bekommt es von mir 'nur' 4 / 5 Glues.





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